Fragen und Antworten

Kompensation und Klimarettung

Was ist CO₂-Kompensation und wie wird damit CO₂ reduziert?

Spätestens seit den Klimaverhandlungen von Paris im Jahr 2015 sind alle Staaten dazu aufgefordert Treibhausgasemissionen weitestgehend zu vermeiden und zu reduzieren. Dazu müssen sie beispielsweise erneuerbare Energien ausbauen, die Landwirtschaft umstellen und den Verkehrssektor umstrukturieren. Wann die einzelnen Staaten das umsetzen können, ist häufig eine Frage der Finanzierung. Und hier beginnt Kompensation: Denn wo wir CO2-Emissionen nicht vermeiden können, müssen wir für sie aufkommen. Und durch einen finanziellen Beitrag Maßnahmen zur Treibhausgasreduzierung fördern, die ohne diese Finanzierung gar nicht oder erst sehr viel später umsetzbar wären. Die verursachte Menge CO2 kostet also einen gewissen Betrag, mit dem wir dann an anderer Stelle ein Projekt finanzieren, das die entsprechende Menge wieder einspart.

Wir können unser Leben und Wirtschaften nicht komplett ohne CO2-Ausstoß gestalten. Aber wir können unsere Emissionen erheblich reduzieren. Dennoch gibt es zahlreiche klimawirksame Aktivitäten, die wir nicht vermeiden können. Deshalb ist es so wichtig, Kompensation mitzudenken.

Kompensation bringt zudem weitere positive Aspekte mit sich: Zum einen erhöht sich das Bewusstsein der Verbraucher für ihre Handlungen und die dadurch verursachten Emissionen. Mit diesem Wissen werden Sie ihre Aktivitäten möglicherweise überdenken oder effizienter gestalten.

Zum anderen wirken Kompensationsprojekte positiv auf die nachhaltige Entwicklung in den Gastländern: Sie tragen vor Ort zu einem nachhaltigen Entwicklungspfad bei. So ist es für das Klima beispielsweise besser, wenn wachsende Volkswirtschaften schnell auf erneuerbare Energien setzen ohne den Umweg über die Kohle zu nehmen.

Welche Treibhausgas-Emissionen können wir kompensieren?

Es gibt sieben Treibhausgase, die eine besonders hohe Wirkung auf das Klima haben. Die gesamte Auswirkung auf das Klima wird mit „tCO2e“ ausgewiesen. Dabei steht das „e“ für Äquivalente. Es kennzeichnet, dass alle Treibhausgase erfasst werden. Verbraucher können CO2e-Emissionen nahezu aller ihrer Aktivitäten bilanzieren und über ein Ausgleichsprojekt kompensieren. Das gilt für Privatpersonen genauso wie für Unternehmensaktivitäten und Produktionsprozesse. 

Was ist eine CO₂-Bilanz und ein Carbon Footprint?

Eine CO2-Bilanz summiert alle Treibhausgasemissionen, die aus dem Handeln einer Person, der Herstellung eines Produktes oder der Erbringung einer Serviceleistung hervorgehen.

Der Begriff Carbon Footprint taucht häufig als Synonym für die CO2-Bilanz auf. Beim Footprint überträgt man alle CO2-Emissionen auf die Fläche Erde (Land und Wasser), die nötig ist um diese Emissionen aufzunehmen.

Was macht sinnvolle und wirksame Kompensationsmaßnahmen aus?

Wirksame Kompensationsprojekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie

  • CO2-intensive Technologien oder Verfahren durch innovative Maßnahmen ersetzen und so den CO2-Ausstoß erheblich reduzieren;
  • ohne die Finanzierung aus der Kompensation nicht realisierbar wären;
  • nachweislich zu einer dauerhaften CO2-Absenkung führen.
Warum ist Kompensation kein Ablasshandel?

Wir wissen, dass es für den Klimaschutz am besten ist CO2-Ausstoß möglichst zu vermeiden oder so gut es geht zu reduzieren. Das ist leider nicht immer und überall möglich. Auch wenn der Umbau voranschreitet: Noch gibt es keine vollständig CO2-freie Mobilität und Energieerzeugung. Um die Klimaziele überhaupt noch zu erreichen, brauchen wir den schnellen Einsatz aller verfügbaren Maßnahmen. Eine davon ist Kompensation: CO2 bekommt einen Preis, der den Umbau voranbringt. Kompensation darf keine Entlastung für das Gewissen sein, um ungehindert CO2-Emissionen zu verursachen.

Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Kompensation sind deshalb:

  • Aktivitäten kritisch hinterfragen und Emissionen möglichst vermeiden (Videokonferenz ersetzt z.B. die Geschäftsreise).
  • Emissionen reduzieren (Bahn- statt Auto fahren).
  • Unvermeidbare Emissionen kompensieren (eine Maßnahme zur CO2-Reduktion finanzieren).

Projekte und Zertifikate

Welche Qualitätsmerkmale müssen Klimaschutzprojekte von greenmiles erfüllen?

Glaubwürdigkeit ist für uns besonders wichtig. Deshalb akzeptiert greenmiles ausschließlich Projekte, die den offiziell anerkannten Validierungs- und Zertifizierungsstandards des Clean Development Mechanism (CDM) der Vereinten Nationen entsprechen oder die, die Kriterien des GoldStandards erfüllen. Die UNO registriert die CDM-Projekte und gibt als einzige offizielle Stelle die Zertifikate aus. Jedes Minderungszertifikat erhält eine Seriennummer. Die Zertifikate können mehrfach gehandelt werden. Der Verkauf an einen Endverbraucher und damit die Anrechnung ist allerdings nur einmal möglich. Nationale Register dokumentieren den Transfer. Wenn unsere Kunden beispielsweise einen Langstreckenflug ausgleichen, entwerten wir das Zertifikat mit der entsprechenden Menge CO2 im Register. So können wir gewährleisten, dass wir die Minderungsleistung eines Projektes nur einmal zur Kompensation nutzen. Die Projekte werden von unabhängigen Gutachtern überprüft. Sie verifizieren die Emissionseinsparungen in regelmäßigen Abständen.

Ein entscheidendes Kriterium bei diesen Projekten ist die Zusätzlichkeit: Das bedeutet, dass das Projekt ohne den Erlös aus den Zertifikaten nicht umgesetzt worden wäre.

Zudem überprüft der TÜV-Nord jährlich, ob wir die Emissionszertifikate entwertet und die beauftragten Emissionsminderungen erfüllt haben. So wissen unsere Kunden, dass der Beitrag zum Klimaschutz auch tatsächlich ankommt.

Wie wird die CO₂-Reduktion sichergestellt?

Durch die hohen Standards und regelmäßigen Kotrollen unserer Projekte wird sichergestellt, dass sie planmäßig laufen. Zudem werden regelmäßig die tatsächlich eingesparten CO2-Emissionen berechnet.

In welche Technologien und Projekte investiert greenmiles?

greenmiles investiert in Projekte, die fossile Energieträger in der Strom- oder Wärmeerzeugung oder im Verkehr ersetzen. Zudem investieren wir in Projekte, die die Energienutzung effizienter gestalten. Alle unsere Projekte erfüllen den offiziell anerkannten Validierungs- und Zertifizierungsstandards des Clean Development Mechanism (CDM) der Vereinten Nationen.

Geförderte Projekte

CO₂-Kompensation mit greenmiles

Wie berechnet greenmiles CO₂-Emissionen?

Als Grundlage unserer Berechnungen dienen die jeweils aktuellen Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes. Für Veranstaltungen berechnen wir die CO2-Emissionen individuell.

Welche Emissionen kann ich bei greenmiles kompensieren?

Sie können alle Aktivitäten bzw. CO2-Emissionen, die nicht sowieso am Emissionshandel teilnehmen müssen, bei greenmiles kompensieren. Um Ihre individuellen Emissionen zu berechnen, empfehlen wir Ihnen den Emissionsrechner des Umweltbundesamtes (http://uba.co2-rechner.de/de_DE/).

Warum bietet greenmiles keinen CO₂-Rechner für Privatkunden an?

Gerne können Sie als Privatperson Ihre Emissionen über greenmiles kompensieren. Zur Berechnung der Emissionen empfehlen wir Ihnen den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes. (http://uba.co2-rechner.de/de_DE/)

Warum gestaltet greenmiles einige Emissionsbereiche einfacher, und nimmt z.B. bei Flügen keine Unterscheidung nach Klassen vor oder bei Hotels keine nach Anzahl der Sterne?

greenmiles möchte Kompensation so einfach wie möglich gestalten. Unsere Erfahrung zeigt: Aufwendige Berechnungen führen häufiger zum Abbruch des Kompensationsvorhabens. Deshalb berücksichtigen wir für die Kompensation jeweils die Faktoren, die den größten Einfluss auf die verursachte Emissionsmenge haben. Für weitere Faktoren, die die Emissionen beeinflussen – aber einen relativ geringen Stellenwert haben – verwenden wir Mittelwerte und „Pufferwerte“. So stellen wir sicher, dass wir eher zu viele als zu wenige CO2-Emissionen ansetzen.

Wie bekomme ich einen Beleg für meine Förderung?

Sie erhalten von uns eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer für Ihre Kompensation. Zudem bekommen Sie ein Zertifikat mit der einmaligen Identifikationsnummer Ihrer kompensierten CO2-Menge. Sie garantiert die Festigkeit bei der Wirtschaftsprüfung und der Nachhaltigkeitsberichtserstattung.

Wie kann ich greenmiles verschenken?

Sie können bei greenmiles Gutscheine erwerben, mit denen Sie für jede Gelegenheit das passende Geschenk haben. Mit Ihrer Aktivität hinterlassen Sie einen guten Eindruck bei Ihren Beschenkten – und erinnern gleichzeitig daran, wie nötig Klimaschutz ist. Den Gutschein gibt es in verschiedenen Meilenbeträgen (ab 100 greenmiles). Jede greenmile entspricht dabei der Reduktion von 1 kg CO2-Emissionen in einem anerkannten Klimaschutzprojekt. Geben Sie so beispielsweise den TeilnehmerInnen einer Tagung ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz mit auf den Weg.