Sauberes Trinkwasser in Uganda

Funktionierende Brunnen sind ein entscheidender Faktor für Lebensqualität, Gesundheits- und Umweltschutz. Das Projekt trägt dazu bei, in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden vor Ort vorhandene Bohrlöcher und Pumpen wieder intakt zu setzen. Der Zugang zu Trinkwasser eröffnet der Region zahlreiche soziale, wirtschaftliche und ökologische Vorteile.

Der geografische Fokus des Projekts liegt auf dem Norden Ugandas. Die Menschen in dieser Region leiden bis heute in vielfacher Hinsicht unter den Folgen des Bürgerkrieges. Das betrifft in hohem Maße die Wasserversorgung:

Schätzungsweise 60 Prozent der Menschen dort haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sind auf offene Brunnen, Seen, Flüsse und andere ungeschützte, oft keimbelastete Quellen angewiesen. Die schwierige Suche nach Wasserstellen und die weiten Fußmärsche, um sie zu erreichen, nehmen nicht selten einen Großteil der Lebenszeit – vor allem von Frauen und Kindern – in Anspruch. Ist Wasser gefunden, muss es über offenem Feuer abgekocht werden, was zu Treibhausgasemissionen führt.

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Regionale Infrastruktur nachhaltig nutzen

Ziel des Projekts ist, die zwar vorhandene, aber häufig zerstörte und verfallene Infrastruktur an Bohrlöchern und Pumpen zur Wassergewinnung wieder nutzbar zu machen. Viele davon sind im Besitz von Gemeinden und lokalen Organisationen, die sie meist aufgrund von Geldmangel nicht aufrechterhalten können. Im Rahmen des Projekts wurden seit 2016 in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden bereits viele Brunnen identifiziert und repariert sowie Wartungsprogramme aufgesetzt. Zum Einsatz kommen ausschließlich handbetriebene Pumpen, die in der Region verbreitet sind. Das stärkt die lokale Wirtschaft, zudem wird für den Pumpenbetrieb keine elektrische Energie benötigt.

 Ökologische Effekte:

  • Weniger Emissionen von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Rußpartikeln, die bei der Verbrennung von Holz zum Abkochen des Wassers anfallen
  • Weniger Abholzung lokaler Biomasse und damit einhergehend weniger fortschreitende Bodenerosion, Regulierung des Grundwasserspiegels, Schutz der Biodiversität und des Lebensraums für Wildtiere

Positive soziale und wirtschaftliche Nebeneffekte:

  • Bereitstellung von sauberem Trinkwasser
  • Reduktion von Krankheiten, hervorgerufen durch verschmutztes Wasser
  • Verminderung von Konflikten der Gemeinden mit Tieren, da die Bewohner nicht länger Wasser von den Wasserstellen holen müssen, die auch von Wildtieren genutzt werden  
  • Verminderung von Atemwegserkrankungen durch offenes Feuer in den Hütten, um das Wasser abzukochen
  • Enge Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden
  • Schaffung von Arbeitsplätzen im Projektgebiet
  • Besserer Ressourceneinsatz: Die Familien können Zeit und Geld anders verwenden als für die Suche nach Trinkwasser und/oder den Kauf von Feuerholz.

 

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