Spitzentechnologie für zwei Windparks in Neukaledonien. Der Effekt: ein grüneres Stromnetz und sozialwirtschaftliche Vorteile für die Bevölkerung

Die pazifische Inselregion steht vor wachsenden ökologischen und sozio-ökonomischen Herausforderungen – die der Klimawandel noch verschärft. Die Vereinten Nationen (UN) bezeichnen die kleinen Inselstaaten als besonders durch den Klimawandel gefährdet.

Das Projekt umfasst über hundert kleine Windturbinen an zwei Standorten: Prony, in der südlichen Provinz in der Nähe des Ortes Mont Dore sowie Kafeate, in der nördlichen Provinz im Ort Koné. Neukaledonien ist vom weltweit zweitgrößten Korallenriff umgeben. Extreme Wetterereignisse und ein ansteigender Meeresspiegel machen es zu einem der am stärksten gefährdeten und bedeutendsten ökologischen Hotspots.
Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien stärkt das Projekt lokale Initiativen für einen besseren Arbeitsmarkt und fördert Aktivitäten für die Gemeinde und für Jugendliche. Die beiden Windparks sind allein durch bereits bestehende Straßen angebunden. Das verschont die Landschaft vor neuem Straßenbau und verhindert zusätzliche Bodenerosion.

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Neukaledonien liegt in einem Gebiet mit hohem Hurrikan-Risiko. Die für das Projekt verwendeten Windturbinen wurden speziell für diese Region entwickelt. Alle Turbinen können bei Unwetterwarnung innerhalb weniger Stunden abgesenkt werden. Diese intelligente technische Lösung passt sich perfekt an den Standort an. Sie garantiert die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien – auch bei extremen Wetterereignissen.
Das Projekt steht nun beispielhaft für ähnliche Anlagen im südpazifischen Raum und symbolisiert eine verantwortungsvolle nachhaltige Entwicklung – ein sensibles Thema für die ansässige Bevölkerung.

Positive soziale und wirtschaftliche Nebeneffekte:

  • Indigene Kanak halten 30 befristete und 28 permanente Arbeitsplätze inne. Das verringert den Druck der Abwanderung. Der deutsche Turbinenhersteller Enercon hat die ArbeitnehmerInnen für Betrieb, Wartung und Instandhaltung sowie in sicherheitsrelevanten Aspekten geschult.
  • Dank seines gut ausgebildeten Personals betreibt und wartet das in Neukaledonien ansässige Unternehmen nun Projekte in der gesamten Pazifikregion. 

  • Das Projekt hat dank der innovativen und erstmalig breiten Anwendung der Taifun-sicheren Turbinen technologische Entwicklungen in weiterem Umkreis gefördert. 

  • Viele Arbeiten bei der Errichtung der Windparks wurden von kleinen lokalen Unternehmen ausgeführt – das stärkt die lokale Wirtschaft.
  • Regelmäßige Tage der offenen Tür erhöhen das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Umwelt- und Klimafragen: Die lokale Bevölkerung und Schülergruppen besichtigen regelmäßig die Windparks.
  • Zwei teilfinanzierte Gemeindezentren (in Mont-Dore und in Yaté) bieten Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Koordination mit Stämmen und Gemeinden. 

  • Der Projektträger unterstützt eine regionale Gemeindegruppe, die Ausbildung für Jugendliche anbietet, sportliche und kulturelle Veranstaltungen organisiert sowie Initiativen und lokale Verbesserungen der Infrastruktur fördert. 

  • Die Entwicklung dieses ersten Gold Standard VER-Projekts im Pazifikraum wird weitere Projekte zur Emissionsreduktion in der Region nach sich ziehen. 


Ökologische Effekte:

  • Die Projektaktivitäten haben zu weniger Luftschadstoffen geführt: Darunter 600 Tonnen Schwefeldioxid (SO2), 700 Tonnen Stickstoffoxide (NOx) sowie andere Bestandteile, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen. 

  • Das Projekt stützt sich auf die bestehende Straßeninfrastruktur früherer Bergbauanlagen, um ökologische Auswirkungen zu minimieren – es wurden keine neuen Straßen in den Hügeln gebaut und so zusätzliche Bodenerosion vermieden.

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Windkraft in Neukaledonien